Lehramt Primarstufe | Volksschullehrer*in werden

Das Lehramtsstudium Primarstufe bereitet Studierende auf das zukünftige Berufsfeld Volksschullehrerin und Volksschullehrer über eine fundierte bildungswissenschaftliche und fachdidaktische Ausbildung sowie Praxis ab dem ersten Studienjahr vor.

Bachelorstudium (BEd)
Vollzeitstudium: 6 Semester
180 ECTS-Anrechnungspunkte*
Masterstudium (MEd)
Vollzeitstudium: 4 Semester
120 ECTS-Anrechnungspunkte
Masterstudium Alterserweiterung (MEd)
Vollzeitstudium: 3 Semester
150 ECTS-Anrechnungspunkte

*  ab der Curriculumsversion 2025 (ab dem Studienjahr 25/26)

→ Neues Curriculum Primarstufe (Version 2025)

Äquivalenz-Beratungstool V19-V25

Studienplangenerator | Kombinationen von Schwerpunkten und Themenwahlmodulen (Curriculum V25)

Combined Dropdown Menus Example

Gewünschter Studienplan:

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Diese Studienplankombination ist nicht zulässig, da das Themenwahlmodul bereits im Schwerpunkt belegt bzw. zwei gleiche Themenwahlmodule gewählt wurden.

Informationen Umstieg V19 - V25

→ Foliensatz Schwerpunktwahl 2025_Infoveranstaltung 20.11.2025

Schwerpunkt Inklusive Pädagogik (IP)

Inklusive Pädagogik basiert auf der Anerkennung und Wertschätzung der Vielfalt menschlichen Lebens und Lernens. Ein intersektionaler Blick auf Inklusion berücksichtigt dabei verschiedene Diversitätsdimensionen wie Behinderung, soziale Herkunft, Sprache, Geschlecht, Religion oder Migrationserfahrung und fördert ein umfassendes Verständnis von Vielfalt. Im Schwerpunkt wird vermittelt, wie Sie Unterricht so gestalten, dass Sie professionell die unterschiedlichen Bedürfnisse aller Schüler*innen beachten können – mit besonderem Fokus auf Kinder mit Beeinträchtigungen. Sie lernen, wie Sie Unterricht kindzentriert, differenziert und diskriminierungskritisch gestalten, pädagogische Diagnostik anwenden und Förderkultur entwickeln. Als Absolvent*in dieses Schwerpunkts verfügen Sie über konkretes Wissen, um innovative und kreative Lösungen für herausfordernde Situationen zu entwickeln und leisten damit einen entscheidenden Beitrag für inklusive Schule und Chancengerechtigkeit. Studierende dieses Schwerpunkts erwerben zusätzlich zum Primarstufenlehramt die Berechtigung im sonderpädagogischen Bereich zu unterrichten.

Schwerpunkt Deutsch als Zweitsprache und Sprachliche Bildung (DaZ/SB)

Es ist eine Chance und ein großer Gewinn, schon früh im Leben zwei Sprachen zu sprechen. Lehrkräfte, die ein professionelles Verständnis für Mehrsprachigkeit haben, tragen entscheidend zu einem gelingenden Spracherwerb sowie insgesamt zu gelingenden Biografien und positiven gesellschaftlichen Entwicklungen bei. Deshalb stellt der Schwerpunkt Deutsch als Zweitsprache und Sprachliche Bildung das Stärken von (sprachlicher) Identität und Teilhabe als Schlüssel zu mehr Bildungsgerechtigkeit in den Mittelpunkt. Als Studierende dieses Schwerpunkts erweitern Sie Ihre Kompetenzen, indem Sie Ihren eigenen Sprachgebrauch reflektieren, lernen den Sprachstand und die Lernbedürfnisse von Lernenden einzuschätzen sowie differenz- und sprachsensiblen, potenzialfördernden Unterricht zu gestalten. Dabei arbeiten Sie mit zwei wesentlichen Aspekten von Sprache: Kreativität und Vielfalt. Mit Abschluss des Schwerpunkts qualifizieren Sie sich für den Unterricht in Deutsch als Zweitsprache – ein Profil mit hoher Relevanz für Schule und Gesellschaft.

Schwerpunkt MINT (MI)

Der MINT-Schwerpunkt im Primarstufencurriculum verfolgt das Ziel, angehende Volksschullehrer:innen dazu zu befähigen, Kinder in ihrer natürlichen Neugier für mathematische, naturwissenschaftliche und technische Zusammenhänge zu begleiten und zu fördern. Im Zentrum stehen die Vermittlung von MINT-Inhalten, die Förderung von forschendem und entdeckendem Lernen sowie der sichere Umgang mit digitalen Werkzeugen im Unterricht. Die MINT-Inhalte werden sowohl aus fachlicher als auch fachdidaktischer Perspektive vermittelt, dies geschieht eng verzahnt mit praktischen Lehr-Lern-Situationen und der Schulpraxis.

MINT-Schlüsselkompetenzen, die aufgebaut werden:

  • Fachliche Basiskompetenzen in Mathematik, Informatik (Medienbildung), Naturwissenschaften (Sachunterricht) und Technik und Design
  • Fachdidaktische Kompetenz zur altersgerechten Planung und Gestaltung von MINT-Unterricht
  • Reflexionsfähigkeit über gesellschaftliche, ethische und ökologische MINT-Dimensionen
  • Medien- und Digitalkompetenz im Kontext von MINT-Bildung
  • Förderkompetenz für differenziertes, gender- und diversitätssensibles Lehren und Lernen

Schwerpunkt Religionspädagogik – Spiritualität und weltanschaulicher Dialog (RS)

In Kooperation mit der KPH Edith Stein

Der Schwerpunkt befähigt angehende Lehrer:innen, Kinder in ihrer religiösen und weltanschaulichen Entwicklung professionell zu begleiten. Im Zentrum steht der reflektierte Umgang mit religiöser und weltanschaulicher Pluralität in Schule und Gesellschaft. Studierende setzen sich mit Möglichkeiten pluralitätsfähigen Unterrichtens und Lernens, mit theologischen, ethischen und philosophischen Denkmodellen sowie mit Ritualen und Feierformen verschiedener Traditionen auseinander. Sie lernen, das Potential religiöser und weltanschaulicher Texte für eine ökologisch, sozial und ökonomisch gerechte Lebensgestaltung zu erschließen und religiöse Bildung als Beitrag zu einer werteorientierten Schulkultur zu verstehen. Mit Abschluss des Schwerpunkts erwerben die Studierenden die Lehrbefähigung für den katholischen Religionsunterricht in der Primarstufe.

 

Schlüsselkompetenzen, die aufgebaut werden:

  • Professioneller Umgang mit religiöser und weltanschaulicher Vielfalt
  • Planung und Durchführung von Religionsunterricht in heterogenen Gruppen
  • Philosophieren und Theologisieren mit Kindern
  • Gestaltung von Festen, Ritualen und Feiern im schulischen Kontext
  • Mitgestaltung einer werteorientierten und dialogfähigen Schulkultur

 

Studierende können ab dem 5. Semester sich im Primarstufenstudium in einem von sechs Schwerpunkten vertiefen. Welchen Schwerpunkt Sie auch wählen: Sie erwerben immer eine umfassende Ausbildung für den Einsatz an einer Volksschule. Die Schwerpunkte Inklusive Pädagogik und Religionspädagogik qualifizieren zu einer zusätzlichen Lehrbefähigung in der Primarstufe und können durch Aufbaumodule im Master auch für den Einsatz im Altersbereich 10 bis 15 Jahre befähigen. Weitere Informationen zu den Schwerpunkten finden Sie in den verlinkten Informationsblättern.

  • AL | Ästhetisches Lernen: Bildende und darstellende Kunst, Musik, Literatur, Medien, Tanz und Theater dienen dazu, der eigenen Kreativität Ausdruck zu verschaffen und die Entwicklung von Begabungen und Potentialen zu ermöglichen.
  • GL | Gesellschaftliches Lernen: Zentrale Fragen sind zum Beispiel: Wie organisier(t)en Menschen früher, heute und in unterschiedlichen Kulturen ihr Zusammenleben? Welche Möglichkeiten der Mitwirkung und aktiven Beteiligung am gesellschaftlichen Leben und am Schulleben gibt es?
  • GeLiS | Gesundheit und Lebenskompetenzen in Schulen: Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung des Einzelnen sowie der Schulgemeinschaft und die Förderung physischer und psychischer Gesundheit.
  • IP | Inklusive Pädagogik: Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen und sonderpädagogischem Förderbedarf sollen zur aktiven Teilhabe an unserer freien und gleichwertigen Gesellschaft befähigt werden.
  • RK | Katholische Religionspädagogik (in Kooperation mit der KPH Edith Stein): Studierende dieses Schwerpunktes lernen die vielfältigen Ausprägungen von Religionen und Kulturen kennen. Eine fundierte theologische und fachdidaktische Ausbildung ermöglicht es, die Fähigkeit zu entwickeln, spirituelle Wege zu entdecken, in ethischen Konflikten und in schwierigen Situationen begründete Entscheidungen treffen zu können.
  • NT | Naturwissenschaft und Technik: Es geht darum, das Interesse von Kindern an Zusammenhängen zwischen Natur, Technik, Alltagsleben und den Bedingungen der Berufs- und Arbeitswelt zu fördern.

Wahlmodule für das 7. Semester

→ Informationsblatt Wahlmodule

(1) Ist der Master ein Vollzeit- oder berufsbegleitendes Studium?  

Das Masterstudium Lehramt Primarstufe umfasst 120 ECTS und wird professionsbegleitend angeboten. „Professionsbegleitend“ bedeutet, dass einerseits die schulische Praxis (Schuldienst mit Dienstvertrag) zu Anrechnungen (siehe 3.) bei den praktischen Phasen der Pädagogisch-Praktischen Studien (PPS) führt (bis zu 8 ECTS) und andererseits eine Reihe von Maßnahmen zur Optimierung der Studierbarkeit und Vereinbarkeit mit den Unterrichtsverpflichtungen getroffen werden: 

Das professionsbegleitende Masterstudium ist auf sechs Semester zzgl. zweier Toleranzsemester angelegt (statt vier Semester und zwei Toleranzsemester). Das heißt, die erhöhten Studiengebühren (363,36 €) fallen erst ab dem siebten Studiensemester an. 

Wie für das 7./8. Semester der Version 2019 wird für das Masterstudium die Stundenplanung so umgesetzt, dass zwei bis drei Vormittage für die Arbeit an einer Schule LV-frei sind. Rund um die Hauptausschreibungstermine (April-Mai werden Schulleitungen und Studierende über die umgesetzte Lehrplanung informiert). 

Je nach Schwerpunkt und Themenwahlmodul werden Online-Formate umgesetzt. 

(2) Kann ich parallel zum Master bereits als Lehrer*in arbeiten?  

Mit der Dienstrechtsnovelle 2024 wurden gesetzliche Bestimmungen festgelegt, die vor allem Masterstudent*innen in der Absolvierung ihres Studiums unterstützen, wodurch grundsätzlich Masterstudierende im Lehramt maximal bis zu 11 Unterrichtsstunden (halbe Lehrverpflichtung) eingesetzt werden dürfen.  

Durch die Berücksichtigung der Stundenplanung der Master-LVs kann das Masterstudium neben einer Teilbeschäftigung besucht werden. Eine Belegung in einer „Mindeststudienzeit“ von vier Semestern ist nur realistisch, wenn Sommer- und Ferienmonate etwa für das Verfassen der Masterarbeit und andere studienbezogene Aufgaben umfassend genutzt werden. Die zusätzlichen zwei Semester Studienzeit reduzieren den (auch finanziellen) Druck, ohne Berücksichtigung der Berufstätigkeit alle Leistungen wie in einem Vollzeitstudium erbringen zu müssen. 

(3) Können mir berufliche Tätigkeiten oder Studienleistungen angerechnet werden? Auch im Masterstudium sind Anerkennungen von Studien bzw. Lehrveranstaltungen sowie Validierungen von beruflichen und außerberuflichen Qualifikationen möglich und erfolgen auf Antrag (siehe Infoseite). Die Anrechnung von Praktika beruht auf den Angaben im Dienstvertrag; eine volle Anerkennung ist grundsätzlich nur dann möglich, wenn mit dem Dienstvertrag überwiegend alle Stunden der Primarstufe gehalten und die Kriterien für das jeweilige Praktikum erfüllt werden (weitere Details hier). Der Besuch der Begleitlehrveranstaltung zu den schulpraktischen Studien ist auch bei Anerkennung des Praktikums erforderlich.

Weitere Informationen können bei den Kolleginnen der Studienberatung

Äquivalenztool

Mit dem Äquivalenztool können Sie:
1.      Das LA Primarstufe in der Version 2019 weiterbelegen und offene Leistungen aus auslaufenden Semestern durch Lehrveranstaltungen der Version 2025 kompensieren.
2.      Sich über einen Wechsel von Version 2019 in die Version 2025 informieren, insbesondere dann, wenn zahlreiche Leistungen aus Version 2019 offen sind (Bei einem regulären Studienfortschritt empfehlen wir den Verbleib in der V19!).

Weitere Informationen im

im Äquivalenz-Beratungstool V19-V25

Die Servicestelle (lehramt@phsalzburg.at) kann nur Beratungsanfragen annehmen, bei denen der eigene Studienverlauf mit diesem Tool eingetragen und eingeschätzt wurde.

Weiterführende Links

Wie soll ich vorgehen, wenn ich in der Version 19 schon mit gutem Fortschritt studiere?

Wir empfehlen, im schon inskribierten Studienplan weiter zu studieren und das LV-Angebot laut Semesterempfehlung zu nutzen, da das Curriculum V19 sukzessive ausläuft (einzelne LV gibt es zukünftig nicht mehr) und Äquivalenzen sich ggf. nicht reibungslos in den Studienplan einschieben lassen. Gerne unterstützen und beraten wir Sie im Bedarfsfall, damit Sie Ihr Studium zielgerichtet absolvieren können.

Muss ich einen zweijährigen Master machen, wenn ich in der Version 19 (mit einjährigem Master) studiert habe?

Nein, da der Gesamtstudienumfang weiterhin 300 ECTS betragen wird, wird der 60 ECTS-Master für die Absolvent*innen von BEd-Primar mit 240 ECTS weiterhin angeboten. Sollte eine gesetzliche Frist eingeführt werden, erfolgt eine langfristige Vorinformation.

Kann ich auf ein dreijähriges Studium umsteigen, wenn ich in der Version 19 studiert habe? Ein Umstieg ist möglich, sobald das dreijährige Studium angeboten wird (Oktober 2025). Der Studienverlauf muss aber durch Anerkennungen auf LV-Ebene einzeln über Äquivalenzlisten geprüft werden. Daher sind verbindliche Informationen erst im Frühjahr 2025 möglich.

Was muss ich noch beachten, um eine gut reflektierte Entscheidung bzgl. Umstieg auf V25 zu treffen? 

  • Der Verbleib und die Belegung des Masterstudiums in der Version 2019 kann sich durch die Vorrückung im pd-Gehaltsschema günstig auf die Gehaltsberechnung auswirken.
  • Erst im Studienjahr 26/27 werden alle sechs Semester des Bachelorstudiums V25 angeboten. Daher kann es sein, dass Studienleistungen, die lt. Äquivalenzliste noch wären, im fünften und sechsten Semester verankert sind.
Lisa Nussbaumer, MA

Leitung der Studien- und Prüfungsabteilung

Sprechstunde: nach Vereinbarung

lisa.nussbaumer@phsalzburg.at
Tel. +43 662 / 63 88 – 1085