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Ausstellung: Die Würde des Menschen ist antastbar? NS-„Euthanasie“

Am 1. Juni wurde die Ausstellung „Die Würde des Menschen ist antastbar? NS-‚Euthanasie‘ in Salzburg“ feierlich eröffnet. Die Ausstellung ist noch bis 30. Juni in der Katholisch-Theologischen Fakultät Salzburg bei freiem Eintritt zu sehen.

Das institutionsübergreifende Projekt wurde unter der Leitung von PH-Professorin Dr. Elfriede Windischbauer von Studierenden der PH Salzburg und der Universität Salzburg sowie Schülerinnen der HLWM Annahof in Kooperation mit dem Salzburg Museum umgesetzt. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit den NS-„Euthanasie“-Verbrechen, denen allein in Salzburg über 500 Menschen zum Opfer fielen.

Die Ausstellung beleuchtet sowohl die Rolle der Täter*innen als auch einzelne Beispiele von Widerstand und erinnert insbesondere an die Opfer. Gleichzeitig setzt sie sich mit der Frage nach dem Wert und der Würde menschlichen Lebens auseinander – damals wie heute.

Ein besonderer Fokus liegt – insbesondere angesichts der Thematik – auf der inklusiven Gestaltung: Mental beeinträchtigte Studierende eines inklusiven Hochschullehrganges der PH Salzburg waren aktiv an der Umsetzung beteiligt, ergänzend wurden Materialien in Einfacher Sprache sowie ein Audio-Guide entwickelt. Die Eröffnung wurde mit einem Gebärdendolmetscher übersetzt.

Projektleiterin Dr. Elfriede Windischbauer betont:

„Es ist wirklich schön, zu sehen, was Studierende und Schülerinnen gemeinsam mit Expertinnen und Experten zu diesem herausfordernden und wichtigen Thema gelungen ist. Die Ausstellung stellt die Frage: „Die Würde des Menschen ist antastbar?“ Wir stellen die Frage in Bezug auf die menschenverachtende Politik des Nationalsozialismus. In der NS-Zeit wurde die Würde des Menschen staatlich infrage gestellt, was u.a. zur Ermordung unzähliger Menschen führte. Wir hoffen, mit dieser Ausstellung einen kleinen Beitrag in unserer demokratischen Gesellschaft zu leisten, damit die klare Aussage bleibt: „Die Würde des Menschen ist UNantastbar!“

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v.l.n.r: Reihe vorne: Nina Schernthaner, Anna Haslauer, Lea-Sophie Mayr, Rebeka Fülöp;

Reihe hinten: Robert Hummer (PH Salzburg), Nadja Al Masri (Salzburgmuseum), Roland Cerny-Werner (Theologische Fakultät), Andrea Nenadi​ć (HLWM Annahof Salzburg), Doreen Cerny (PH Salzburg)

Fotos und Beitragsbild: ©PH Salzburg/Wiesinger